Steuerkanzlei Lange
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Photovoltaikanlage

Im Juli 2011 hat der Bundesfinanzhof (BFH) in drei Urteilen zum Vorsteuerabzug im Zusammenhang mit der Installation einer Photovoltaikanlage Stellung genommen.

 

Unstrittig war, dass eine Privatperson, die eine Photovoltaikanlage betreibt und den erzeugten Strom an einen Energieversorger veräußert, Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes geworden ist.

 

Im ersten der drei Urteile des BFH installierte eine Privatperson eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines leerstehenden Schuppens. Die Privatperson erzeugte später Strom mit der Photovoltaikanlage, konnte dies aber bei der Errichtung des Schuppens nicht glaubhaft machen. Der BFH urteilte, dass der Unternehmer nur einen anteiligen Vorsteuerabzug aus den Herstellungskosten des Schuppens in Anspruch nehmen kann, und zwar nur insoweit, wie das gesamte Gebäude unternehmerisch genutzt wird. Grundsätzliche Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist allerdings immer, dass mindest eine 10%-ige unternehmerische Nutzung gegeben ist.

 

Im nächsten Fall, den der BFH zu beurteilen hatte, installierte wiederum eine Privatperson eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines neu hergestellten Carports. Da der Carport auch zum Unterstellen des privaten PKW genutzt wurde,  lag hier eine gemischte Nutzung vor (unternehmerisch: Stromerzeugung und privat: Kfz. unterstellen). Da eine zu mehr als 10% unternehmerische Nutzung vorlag, konnte der Carport voll (zu 100%) dem Unternhmen zugeordnet werden und somit auch die volle Vorsteuer in Anspruch genommen werden (alte Rechtslage). Nach der neuen Gesetzeslage (§ 15 Abs. 1b Umsatzsteuergesetz) kann der Gegenstand (hier: Carport) nun nur noch anteilig dem Unternehmen zugeordnet und auch nur anteilige Vorsteuer abgezogen werden.

 

Im letzten Fall installierte ein privater Stromerzeuger wiederum ein Photovoltaikanlage auf dem Dach einer schon vorhandenen, aber leerstehenden Scheune. Die Scheune musste allerdings neu eingedeckt werden, um die Photovoltaikanlage zu installieren. In diesem Fall kann der private Stromerzeuger den Vorsteuerabzug aus den Aufwendungen für die Neueindeckung des Daches nur insoweit in Abzug bringen, als er das gesamte Gebäude unternehmerisch - also für Stromlieferungen - nutzt. Da es sich hierbei um Erhaltungsaufwendungen handelte, galt nicht die 10%-Grenze.

 

Übrigens konnte in allen drei Fallen die Vorsteuer aus der Anschaffung der Photovoltaikanlage selber in voller Höhe geltend gemacht werden.

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